{"id":204721,"date":"2020-04-25T08:42:23","date_gmt":"2020-04-25T08:42:23","guid":{"rendered":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-krise-datenanalyse-deutschland-bewegt-sich\/"},"modified":"2020-04-25T08:42:23","modified_gmt":"2020-04-25T08:42:23","slug":"corona-krise-datenanalyse-deutschland-bewegt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-krise-datenanalyse-deutschland-bewegt-sich\/","title":{"rendered":"Corona-Krise: Datenanalyse &#8212; Deutschland bewegt sich"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">\u00dcber Wochen waren viele Menschen vor allem zu Hause. Nun f\u00e4hrt das Land langsam wieder hoch. Daten zeigen das Ausma\u00df, in dem Autos und Passanten inzwischen wieder unterwegs sind.  <\/p>\n<p>Deutschland erwacht langsam aus der Corona-Starre. Was nicht nur Virologen wie Christian Drosten Sorgen bereitet, sehen andere als hoffnungsvolle erste Schritte in Richtung Normalit\u00e4t. Seit einigen Tagen haben fast \u00fcberall kleinere Gesch\u00e4fte wieder ge\u00f6ffnet. In den Innenst\u00e4dten trifft man wieder Menschen, auf den Stra\u00dfen sind deutlich mehr Autos unterwegs als Ende M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Egal in welche Datenquellen man schaut - \u00fcberall l\u00e4sst sich die Zunahme der Mobilit\u00e4t beobachten. Etwa in den Mobilfunkdaten von Telef\u00f3nica, die das Unternehmen Teralytics ausgewertet hat. Demnach war die Mobilit\u00e4t der Deutschen zwischenzeitlich um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu Durchschnittszahlen aus dem M\u00e4rz 2019 gesunken. Eine Auswirkung der ab Mitte M\u00e4rz geltenden Ausgangsbeschr\u00e4nkungen und Kontaktsperren.<\/p>\n<p>Folgendes Diagramm zeigt die Gesamtzahl der Bewegungen seit dem 1. Februar. Die rote Linie steht f\u00fcr den gleitenden Mittelwert \u00fcber sieben Tage.<\/p>\n<p>Als Bewegung wurde dabei gez\u00e4hlt, wenn ein Mobiltelefon eine Funkzelle verl\u00e4sst und sp\u00e4ter f\u00fcr mindestens 15 Minuten die neue Position nicht mehr \u00e4ndert. Wie sich Menschen dabei bewegen, ob zu Fu\u00df, mit der Bahn oder mit dem Auto, spielt keine Rolle.<\/p>\n<p>Die aus den Mobilfunkdaten gewonnenen Bewegungsstatistiken sind regional fein aufgel\u00f6st. Auf folgender Karte k\u00f6nnen Sie die R\u00fcckg\u00e4nge mit der Maus beziehungsweise dem Finger erkunden. Fast \u00fcberall ist Deutschland inzwischen gelb oder hellblau gef\u00e4rbt - deutlich weniger Bewegung (dunkelblau) gab es zuletzt fast nur noch im Osten Bayerns.<\/p>\n<p>Vier Wochen vorher, kurz nach Verk\u00fcndung der Kontaktsperren, sah die Situation in Deutschland noch ganz anders aus. Fast \u00fcberall lag das Mobilit\u00e4tsminus bei 40 Prozent - erkennbar an den kr\u00e4ftigen Blaut\u00f6nen.<\/p>\n<p>Eine ganz \u00e4hnliche Entwicklung wie bei den Mobilfunkdaten zeigt sich auch im Stra\u00dfenverkehr. In den St\u00e4dten Berlin, Hamburg, K\u00f6ln und M\u00fcnchen war die Verkehrsdichte zwischenzeitlich um etwa 40 Prozent gesunken - in M\u00fcnchen sogar um mehr als 50 Prozent. Doch der Verkehr nimmt seit Ende M\u00e4rz wieder leicht zu, wie Daten des Navigationsanbieters TomTom belegen, die der SPIEGEL ausgewertet hat.<\/p>\n<p>Die Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen Deutschlands hinken dieser Entwicklung noch hinterher. Kein Wunder, d\u00fcrfen doch in vielen Bundesl\u00e4ndern bislang nur kleinere Gesch\u00e4fte \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Der Hamburger Jungfernstieg etwa ist noch weit entfernt von den bis zu 3000 Passanten pro Stunde an einem normalen Wochentag. Obwohl in dieser Woche bereits doppelt so viele Menschen dort unterwegs waren wie eine Woche vorher. Aktuell sind es etwa 1000 Personen pro Stunde.<\/p>\n<p>Auch im Diagramm der Frankfurter Zeil muss man genauer hinschauen, um den Anstieg der Passanten in den vergangenen Tagen zu entdecken.<\/p>\n<p>In anderen St\u00e4dten zeigen sich \u00e4hnliche Muster. Einem sehr starken Einbruch der Passantenzahlen folgt ein Wiederanstieg in den vergangenen Tagen. Die Unterschiede von Stadt zu Stadt haben auch mit der unterschiedlichen Nutzung der Einkaufsstra\u00dfen zu tun. Wo sich Shopping-Bereiche und B\u00fcros st\u00e4rker mischen wie in Stuttgart, ist der Einbruch weniger stark. Dass M\u00fcnchen in der Liste ganz unten steht, ist indes kein Zufall. In Bayern d\u00fcrfen auch kleinere L\u00e4den unter 800 Quadratmeter Verkaufsfl\u00e4che erst ab 27. April wieder \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Wie verschieden die Corona-Beschr\u00e4nkungen in den Regionen wirkten, belegen auch Daten von Google. Der Internetkonzern hat daf\u00fcr gez\u00e4hlt, wie oft bestimmte Orte von Menschen frequentiert werden, etwa Parks, Bahnh\u00f6fe, das eigene Zuhause oder der Arbeitsplatz. Dies ist m\u00f6glich, weil viele Handybesitzer Google das Tracken ihres Handys erlauben - und anonymisierte Auswertungen.<\/p>\n<p>Google hat dann die Zahl der Besuche an diesen Orten ins Verh\u00e4ltnis gesetzt zu Durchschnittswerten aus der Vergangenheit. Dabei werden auch Unterschiede zwischen Wochentagen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Folgendes Diagramm zeigt die Pr\u00e4senz am Arbeitsplatz - gemessen in allen 16 Bundesl\u00e4ndern. Die rote Linie steht f\u00fcr Berlin, die dunkelblaue f\u00fcr Sachsen-Anhalt. Stadtstaaten wie Berlin haben offensichtlich den h\u00f6chsten Homeoffice-Anteil, was mit dem vergleichsweise hohen Anteil von B\u00fcrojobs dort zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Mit der Maus beziehungsweise dem Finger k\u00f6nnen Sie sich Details zu den \u00fcbrigen Bundesl\u00e4ndern anzeigen lassen, indem sie die grauen Linien ber\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch bei den Aufenthalten zu Hause manifestiert sich eine auff\u00e4llige Spreizung zwischen Stadtstaaten wie Hamburg und eher d\u00fcnn besiedelten Bundesl\u00e4ndern. Das Fl\u00e4chenland Bayern \u00e4hnelt am ehesten noch dem Profil der Stadtstaaten - in Bayern gelten allerdings auch strengere Beschr\u00e4nkungen als in den meisten anderen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Besuche in Lebensmittelgesch\u00e4ften, Superm\u00e4rkten und Apotheken bewegen sich laut Google inzwischen fast schon wieder im \u00fcblichen Bereich. Mitte M\u00e4rz, als die ersten Einschr\u00e4nkungen verk\u00fcndet wurden, waren die Zahlen zun\u00e4chst gestiegen. Es war die Zeit der Hamsterk\u00e4ufe. Danach gingen die Menschen nicht mehr so oft einkaufen wie sonst. Seit Ostern sind die Zahlen nahezu wieder normal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Wochen waren viele Menschen vor allem zu Hause. Nun f\u00e4hrt das Land langsam wieder hoch. Daten zeigen das Ausma\u00df, in dem Autos und Passanten inzwischen wieder unterwegs sind. 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