{"id":204286,"date":"2020-04-22T21:32:08","date_gmt":"2020-04-22T21:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-in-deutschland-deutsche-hamstern-wieder-weniger-datenanalyse\/"},"modified":"2020-04-22T21:32:08","modified_gmt":"2020-04-22T21:32:08","slug":"corona-in-deutschland-deutsche-hamstern-wieder-weniger-datenanalyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-in-deutschland-deutsche-hamstern-wieder-weniger-datenanalyse\/","title":{"rendered":"Corona in Deutschland: Deutsche hamstern wieder weniger &#8212; Datenanalyse"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kein Mehl, keine Hefe, kein Toilettenpapier: In den vergangenen Wochen haben Kunden die Superm\u00e4rkte regelrecht leer gekauft. Doch inzwischen scheint sich die Lage zu normalisieren.  <\/p>\n<p>&quot;Gab&#039;s Toilettenpapier? Ist Hefe wieder da? Und Mehl?&quot; Manches Einkaufsgespr\u00e4ch der letzten Wochen d\u00fcrfte Ostdeutsche an die DDR erinnert haben. Damals gab es die sogenannten Mangelwaren. Und wenn die im Laden vorr\u00e4tig waren, wurden die Einkaufsk\u00f6rbe schnell gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Doch das Hamstern ist keine Spezialit\u00e4t der Ostdeutschen, wie sich nun in der Coronakrise gezeigt hat. Auch in M\u00fcnchen, Darmstadt oder Flensburg gab es in den Superm\u00e4rkten pl\u00f6tzlich leere Regale. Bei Mehl, Nudeln, Reis, Konserven und Toilettenpapier \u00fcberstieg die Nachfrage immer wieder das Angebot.<\/p>\n<p>Doch inzwischen zeichnet sich ein deutliches Nachlassen der Hamsterk\u00e4ufe ab. Daten aus deutschen Superm\u00e4rkten zeigen, dass sich die Verkaufszahlen f\u00fcr viele Produkte von Ende M\u00e4rz bis Mitte April wieder weitestgehend normalisiert haben. Die Daten stammen vom Unternehmen Nielsen, das diese w\u00f6chentlich erhebt.<\/p>\n<p>Beispiel Toilettenpapier: Der Absatz war im M\u00e4rz 2020 um mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Die Deutschen kauften also doppelt so viel davon - siehe folgendes Diagramm:<\/p>\n<p>Doch in der 15. Kalenderwoche (6.-12. April) lag der Wert dann bei minus 20 Prozent. Es wurde in dieser Woche also weniger Toilettenpapier verkauft als in der Vergleichswoche im Jahr 2019. Ganz \u00e4hnlich verlief auch die Entwicklung bei Zahnpasta.<\/p>\n<p>Auch beim zuletzt oft ausverkauften Mehl geht der Absatz zur\u00fcck. Doch die Nachfrage ist immer noch gr\u00f6\u00dfer als normal. In der 15. Kalenderwoche registrierte Nielsen ein Absatzplus von 27 Prozent.<\/p>\n<p>Das kann einerseits nat\u00fcrlich damit zu haben, dass das Angebot zwischenzeitlich eingeschr\u00e4nkt war. Wo es nichts gibt, kann auch nichts verkauft werden. Zudem wurden Artikel wie Toilettenpapier auch in vielen M\u00e4rkten rationiert. Andererseits hat aber offenbar auch die Nachfrage nachgelassen, weil die Kunden merken, dass die Superm\u00e4rkte ge\u00f6ffnet bleiben und st\u00e4ndig Nachschub bekommen.<\/p>\n<p>Nahezu normalisiert haben sich zum Beispiel auch die Verkaufszahlen von Konserven und Fertigprodukten. Zumindest zeigt sich dies in den Daten der von Nielsen erfassten Produktgruppen.<\/p>\n<p>Ein interessantes Detail: Bei Tiefk\u00fchlkost erreichte das zwischenzeitliche Plus gerade mal 53 Prozent - und nicht 100 oder 200 Prozent wie bei Mehl oder W\u00fcrstchenkonserven. Der Grund ist offensichtlich: Das Hamstern von Tiefk\u00fchlpizza f\u00e4llt schwerer, weil der Platz im Tiefk\u00fchlfach begrenzt ist.<\/p>\n<p>&quot;Wir k\u00f6nnen best\u00e4tigen, dass sich das Kaufverhalten der Verbraucher mittlerweile weitgehend normalisiert hat&quot;, sagt Andrea K\u00fcbler, Sprecherin von Kaufland. Falls es Engp\u00e4sse gebe, st\u00fcnden Kunden wegen des breiten Sortiments immer Alternativen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>&quot;Versorgungslage ist stabil&quot;<\/strong><\/p>\n<p>Auch Christian Salmen, Sprecher von Aldi Nord, beobachtet ein Ende der Hamsterk\u00e4ufe: &quot;Es ist davon auszugehen, dass sich viele Kunden inzwischen bevorratet haben und daher die Eink\u00e4ufe zur\u00fcckgehen.&quot; Dort, wo Aldi Nord vereinzelt noch h\u00f6here Absatzmengen verzeichne, k\u00f6nnten Artikel jedoch nach wie vor zeitweise vergriffen sein. In den meisten F\u00e4llen gebe es aber Alternativprodukte. <\/p>\n<p>&quot;Die Versorgungslage ist insgesamt stabil&quot;, sagte der Sprecher. Aldi habe daf\u00fcr seine Liefer- und Logistikprozesse angepasst. &quot;Wie sich die Situation dar\u00fcber hinaus zum Beispiel bei Obst und Gem\u00fcse aus Deutschland entwickeln wird, bleibt abzuwarten.&quot;<\/p>\n<p>Weiterhin schwer zu bekommen sind Desinfektionsmittel. Hier waren die Verkaufszahlen zu Beginn der Coronakrise allerdings auch extrem nach oben geschossen - auf ein Plus von 470 Prozent!<\/p>\n<p>Fast genauso hoch war der Zuwachs bei Brotmischungen - einer der beiden Corona-Topseller aus der Nielsen-Statistik, die allerdings nur 26 Produktgruppen umfasst.<\/p>\n<p>Dass der Verkauf von Toilettenpapier und Nahrungsmitteln im M\u00e4rz stark angestiegen ist, liegt jedoch nicht allein an Hamsterk\u00e4ufen. Weil viele Menschen im Homeoffice arbeiten, verbringen sie viel mehr Zeit zu Hause. Sie gehen mittags auch nicht mehr in die Kantine oder zum Imbiss, sondern essen zu Hause. Deshalb m\u00fcssen sie auch mehr Nahrungsmittel im Supermarkt kaufen.<\/p>\n<p>Auch der Verbrauch an Seife und Toilettenpapier in den Wohnungen und Wohnh\u00e4usern steigt, w\u00e4hrend er in B\u00fcros und Betrieben sinkt.<\/p>\n<p><strong>Flucht in den Alkohol? <\/strong><\/p>\n<p>Gern spekuliert wird \u00fcber die Frage, ob die Menschen in ihrem Corona-Frust verst\u00e4rkt zu Schokolade oder Drogen greifen. Die Verkaufszahlen zeigen da kein so klares Bild - wie folgende Grafik zeigt:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Mehl, keine Hefe, kein Toilettenpapier: In den vergangenen Wochen haben Kunden die Superm\u00e4rkte regelrecht leer gekauft. Doch inzwischen scheint sich die Lage zu normalisieren. &quot;Gab&#039;s Toilettenpapier? 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