{"id":203479,"date":"2020-04-18T02:52:12","date_gmt":"2020-04-18T02:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/coronavirus-wir-vermuten-dass-covid-19-zu-folgeerkrankungen-fuhrt\/"},"modified":"2020-04-18T02:52:12","modified_gmt":"2020-04-18T02:52:12","slug":"coronavirus-wir-vermuten-dass-covid-19-zu-folgeerkrankungen-fuhrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/coronavirus-wir-vermuten-dass-covid-19-zu-folgeerkrankungen-fuhrt\/","title":{"rendered":"Coronavirus: &#171;Wir vermuten, dass Covid-19 zu Folgeerkrankungen f\u00fchrt&#187;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Das Uniklinikum Schleswig-Holstein plant eine Biobank, um Erkenntnisse \u00fcber Covid-19-Infizierte zu sammeln. Dadurch sollen Folgeerkrankungen \u00fcberwacht werden. Joachim Thiery, Leiter des Projekts, erkl\u00e4rt das Konzept.  <\/p>\n<p><strong>SPIEGEL:<\/strong> Professor Thiery, die Bundesregierung ruft derzeit ein Covid-19-Forschungsnetz der deutschen Universit\u00e4tsmedizin ins Leben. Ihr Klinikum hat daf\u00fcr den Aufbau einer Corona-Biobank konzipiert. Um was geht es da?<\/p>\n<p><strong>Thiery:<\/strong> Wir vermuten, dass Covid-19 nicht nur zu f\u00fcrchterlichen Akutsch\u00e4den, sondern auch zu Folgeerkrankungen f\u00fchrt. Wir wollen daher m\u00f6glichst alle Patienten aus Schleswig-Holstein mit \u00fcberstandener Corona-Infektion \u00fcber einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nachuntersuchen, sie um Blutproben bitten, um mit moderner Bildgebung, Funktionstests und Biomarkeranalytik Sp\u00e4tfolgen der Infektion fr\u00fchzeitig erkennen und behandeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>SPIEGEL:<\/strong> Wie kommen Sie an die Teilnehmer?<\/p>\n<p><strong>Thiery:<\/strong> Die Gesundheits\u00e4mter in Schleswig-Holstein sollen alle Infizierten bitten, sich bei unserer bereits bestehenden Biobank &quot;popgen&quot; zu melden. Parallel dazu sollen spezielle Covid-19-F\u00e4lle aus anderen deutschen Unikliniken verfolgt werden.<\/p>\n<p><strong>SPIEGEL:<\/strong> Mit welchen Folgesch\u00e4den m\u00fcssen Corona-Patienten rechnen?<\/p>\n<p><strong>Thiery:<\/strong> Wir wissen, dass Covid-19 eine Systemerkrankung ist; es mehren sich Berichte beispielsweise zu neurologischen St\u00f6rungen und Sch\u00e4digungen des Herzens. \u00dcber die Ursachen und die Bek\u00e4mpfung dieser Folgesch\u00e4den wissen wir praktisch noch nichts.<\/p>\n<p><strong>SPIEGEL:<\/strong> Hei\u00dft das, wenn ich Jahre nach einer Corona-Infektion einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleide, k\u00f6nnte das Virus dahinterstecken?<\/p>\n<p><strong>Thiery:<\/strong> Das ist zu bef\u00fcrchten. Die \u00fcberschie\u00dfende Entz\u00fcndung verursacht bei manchen Covid-19 Patienten schwere Sch\u00e4digungen der inneren Aderhaut, die Mikrogerinnsel ausl\u00f6sen k\u00f6nnten, auch Blutdruckregulation und Leber sind betroffen.<\/p>\n<p><strong>SPIEGEL:<\/strong> Die Biobank konzentriert sich auf Schleswig-Holsteiner. Warum?<\/p>\n<p><strong>Thiery:<\/strong> Die Bev\u00f6lkerung hier eignet sich besonders f\u00fcr solche hochstandardisierten Sammlungen, da wir mit D\u00e4nemark im Norden, den Meeren im Westen und Osten nat\u00fcrliche Barrieren bei der Krankenversorgung und wenig Abwanderung von Patienten haben. Unser einziger Maximalversorger ist das UKSH in Kiel und L\u00fcbeck; es ist nach der Charit\u00e9 das gr\u00f6\u00dfte Universit\u00e4tsklinikum Deutschlands. Wir haben zudem jahrzehntelange Erfahrung in der Abbildung chronischer Krankheiten auf Populationsebene mit der international bekannten Biobank &quot;popgen&quot;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Uniklinikum Schleswig-Holstein plant eine Biobank, um Erkenntnisse \u00fcber Covid-19-Infizierte zu sammeln. Dadurch sollen Folgeerkrankungen \u00fcberwacht werden. Joachim Thiery, Leiter des Projekts, erkl\u00e4rt das Konzept. 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