{"id":203189,"date":"2020-04-16T11:51:56","date_gmt":"2020-04-16T11:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-wie-es-an-deutschlands-schulen-weitergeht-bundeslander-im-uberblick\/"},"modified":"2020-04-16T11:51:56","modified_gmt":"2020-04-16T11:51:56","slug":"corona-wie-es-an-deutschlands-schulen-weitergeht-bundeslander-im-uberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-wie-es-an-deutschlands-schulen-weitergeht-bundeslander-im-uberblick\/","title":{"rendered":"Corona: Wie es an Deutschlands Schulen weitergeht &#8212; Bundesl\u00e4nder im \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">4. Mai - auf dieses Datum haben sich Bund und L\u00e4nder f\u00fcr die schrittweisen Schul\u00f6ffnungen verst\u00e4ndigt. Doch NRW startet fr\u00fcher, Bayern wartet l\u00e4nger. Was ist bisher \u00fcber die einzelnen Pl\u00e4ne bekannt?  <\/p>\n<p><em>+++ Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert +++<\/em><\/p>\n<p>Deutschlands Schulen sollen ab dem 4. Mai wieder Unterricht anbieten - nicht f\u00fcr alle Kinder und Jugendlichen gleichzeitig, sondern schrittweise. So haben es die Ministerpr\u00e4sidentinnen und Ministerpr\u00e4sidenten der Bundesl\u00e4nder in einer Telefonkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbart.<\/p>\n<p>In einer weiteren Schalte im Anschluss verst\u00e4ndigten sich die Ministerien f\u00fcr Bildung, wie das konkret aussehen k\u00f6nnte. Die Beteiligten hatten dabei immer wieder betont, wie wichtig ihnen ein einheitliches Vorgehen aller Bundesl\u00e4nder in dieser Frage sei.<\/p>\n<p>&quot;Wir brauchen einen Konsens der 16 L\u00e4nder. Gerade in der Schulpolitik darf es keine Alleing\u00e4nge geben&quot;, hatte Armin Laschet, CDU-Ministerpr\u00e4sident in Nordrhein-Westfalen vor der Zusammenkunft angemahnt. Am Tag darauf bekr\u00e4ftigte Stefanie Hubig, Pr\u00e4sidentin der Kultusministerkonferenz (KMK): &quot;Unser Ziel ist es, bundesweit m\u00f6glichst einheitlich vorzugehen.&quot; Am Mittwochabend hatten die Kultusminister bei einer Telefonkonferenz \u00fcber \u00d6ffnungen beraten.<\/p>\n<p>&quot;Nat\u00fcrlich gilt es, dabei l\u00e4nderspezifische Fragen zu ber\u00fccksichtigen und klare Leitplanken aufzuzeigen&quot;, erkl\u00e4rte Hubig, die auch Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz ist. &quot;Bis zum 29. April 2020 werden wir deshalb ein Konzept f\u00fcr weitere Schritte vorlegen, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzma\u00dfnahmen, insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengr\u00f6\u00dfen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann&quot;, sagte die SPD-Politikerin.<\/p>\n<h3>Sachsen und Nordrhein-Westfalen starten, Bayern wartet<\/h3>\n<p>Ein Blick auf die Details zeigt allerdings: So ganz einheitlich kann es im f\u00f6deralen Deutschland in Schulangelegenheiten nicht laufen. Am Ende entscheidet, wie so oft, jedes Bundesland f\u00fcr sich. Die Corona-Lage, das betonte Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) am Mittwochabend, sei ja auch bei den L\u00e4ndern teilweise sehr unterschiedlich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bayern mit dem Schulbeginn noch bis Mitte Mai warten m\u00f6chte, starten Sachsen und Nordrhein-Westfalen schon in der kommenden Woche - was auch deshalb verwunderlich ist, weil die Kultusministerkonferenz (KMK) erst am 29. April ein Konzept vorlegen muss, wie Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzma\u00dfnahmen wieder aufgenommen werden kann.<\/p>\n<p>Hier die Pl\u00e4ne der einzelnen Bundesl\u00e4nder im \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong> m\u00f6chte den Schulbetrieb am 4. Mai schrittweise und stark eingeschr\u00e4nkt aufnehmen. &quot;Wir beginnen dabei mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im n\u00e4chsten Jahr die Abschlusspr\u00fcfungen anstehen, sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen&quot;, teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit. Danach sollten Viertkl\u00e4ssler an die Grundschulen zur\u00fcckkehren. F\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, die aufgrund ihres Alters, einer Vorerkrankung oder einer Schwangerschaft zur Risikogruppe geh\u00f6ren, werde es laut Eisenmann Ausnahmen geben. Sie sollten bis auf Weiteres nicht an den Schulen unterrichten. Gleiches gelte f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die vorerkrankt seien, oder Sch\u00fcler, deren Eltern zur Risikogruppe geh\u00f6ren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Bayern<\/strong> wird einen Sonderweg gehen: Ministerpr\u00e4sident S\u00f6der will die Beschr\u00e4nkungen langsamer lockern als andere Bundesl\u00e4nder. Am 27. April sollten zwar die Pr\u00fcfungsvorbereitungen f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beginnen, die Abitur oder Mittlere Reife machen. Der restliche Schulbetrieb soll aber erst ab dem 11. Mai schrittweise losgehen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>In <strong>Berlin<\/strong> sollen die Abiturpr\u00fcfungen am kommenden Montag starten. Die Schulen sollen dann schrittweise ab der Woche darauf \u00f6ffnen, ab dem 27. April beginnt zun\u00e4chst der Unterricht in den zehnten Klassen. &quot;In den Grundschulen werden wir am 4. Mai mit der sechsten Klasse an den Start gehen&quot;, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in einem Interview mit dem RBB.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>In <strong>Brandenburg<\/strong> steht noch nicht fest, wie es an den Schulen weitergehen soll. Details sollen im Laufe des Donnerstags verk\u00fcndet werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auch aus <strong>Bremen<\/strong> liegen aktuell noch keine Informationen vor. Regierungschef Andreas Bovenschulte hatte vor den Beratungen der Ministerpr\u00e4sidenten mit der Bundeskanzlerin vor erh\u00f6hten Erwartungen gewarnt. &quot;Eine kurzfristige R\u00fcckkehr zum normalen Zustand kann es nicht geben&quot;, sagte der SPD-Politiker und mahnte eine einheitliche L\u00f6sung an.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auch in <strong>Hamburg<\/strong> steht noch nicht fest, wann die Schulen wieder \u00f6ffnen. Der zust\u00e4ndige Senator Ties Rabe (SPD) wolle die Senatssitzung am Freitag abwarten, sagte ein Sprecher.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>In <strong>Hessen<\/strong> sollen die Schulen ab dem 27. April schrittweise \u00f6ffnen. Das teilte Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier (CDU) laut einem Bericht des &quot;Gie\u00dfener Anzeigers&quot; mit. Die Abschlussklassen von Gymnasien, Haupt- und Realschulen sollten die Schulen zuerst wieder besuchen. Die Grundschulen st\u00fcnden &quot;am Ende der Kette&quot;, wird der Regierungschef zitiert. Kitas bleiben den Angaben zufolge bis auf Weiteres geschlossen. Es sei aber geplant, die Notbetreuung auszubauen, vor allem f\u00fcr Alleinerziehende.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Mecklenburg-Vorpommern<\/strong> m\u00f6chte am 27. April wieder mit dem Schulunterricht beginnen, schreibt der Nordkurier, zun\u00e4chst f\u00fcr die Klassenstufen 10, 11, und 12. Parallel solle bis Anfang Mai ein Konzept erarbeitet werden, das auch die R\u00fcckkehr weiterer Altersklassen an die Schulen erlaubt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>In <strong>Niedersachsen<\/strong> soll der Unterricht ab dem 27. April schrittweise wieder anlaufen - das berichtet der NDR unter Berufung auf Aussagen von Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD). Den Anfang machen demnach die Abschlussklassen, ab dem 4. Mai gehe es mit den n\u00e4chstj\u00fcngeren Klassen weiter. In den Kitas solle die Notbetreuung ausgeweitet werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen<\/strong> will neben Sachsen als eines der ersten Bundesl\u00e4nder wieder loslegen. Kultusministerin Yvonne Gebauer k\u00fcndigte an, die Schulen nach den Osterferien wieder zu \u00f6ffnen. Schulleitungen, Lehrkr\u00e4fte und anderes Personal starten am 20. April, &quot;wenige Tage sp\u00e4ter&quot; die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, f\u00fcr die in K\u00fcrze Abschlusspr\u00fcfungen anstehen. Wann der Unterricht f\u00fcr j\u00fcngere Kinder und Jugendliche wieder beginnen soll, steht noch nicht fest. Am Nachmittag ist eine weitere Pressekonferenz geplant.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Rheinland-Pfalz<\/strong> \u00f6ffnet seine Schulen ab dem 27. April zun\u00e4chst f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die in diesem Sommer ihren Abschluss etwa an Gymnasien oder beruflichen Gymnasien machen. Am 4. Mai kehren nach den Pl\u00e4nen des Kultusministeriums Sch\u00fcler mit Abschlusspr\u00fcfungen im kommenden Jahr sowie Viertkl\u00e4sslerinnen und Viertkl\u00e4ssler zur\u00fcck.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Im <strong>Saarland<\/strong> steckten die Verantwortlichen &quot;mittendrin im Entscheidungsprozess&quot;, wie eine Sprecherin mitteilte. Ministerpr\u00e4sident Tobias Hans (CDU) sagte im Saarl\u00e4ndischen Rundfunk, er rechne damit, dass es noch bis in den Sommer dauere, bis wieder etwas Normalit\u00e4t einkehre.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Sachsen<\/strong> startet als eines der ersten Bundesl\u00e4nder wieder den Betrieb. Ab dem 20. April werden Schulen vorerst ausschlie\u00dflich f\u00fcr das Personal ge\u00f6ffnet, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung von Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Zwei Tage sp\u00e4ter beginnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler &quot;aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und F\u00f6rderschulen&quot; mit ihrer Pr\u00fcfungsvorbereitung. Wie mit j\u00fcngeren Kindern und Jugendlichen verfahren werden soll, lie\u00df Piwarz zun\u00e4chst offen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Sachsen-Anhalt<\/strong> wird sich wohl an den Zeitplan halten, der in der Telefonkonferenz mit der Bundeskanzlerin vereinbart wurde, und die Schulen ab dem 4. Mai zun\u00e4chst f\u00fcr die Abiturpr\u00fcfungen wieder \u00f6ffnen. N\u00e4heres soll in einer Sondersitzung des Kabinetts in Magdeburg im Laufe des Donnerstags beschlossen werden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. Mai - auf dieses Datum haben sich Bund und L\u00e4nder f\u00fcr die schrittweisen Schul\u00f6ffnungen verst\u00e4ndigt. Doch NRW startet fr\u00fcher, Bayern wartet l\u00e4nger. 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