{"id":202011,"date":"2020-04-09T15:41:08","date_gmt":"2020-04-09T15:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-lockdown-so-viel-bewegung-gibts-noch-in-deutschland\/"},"modified":"2020-04-09T15:41:08","modified_gmt":"2020-04-09T15:41:08","slug":"corona-lockdown-so-viel-bewegung-gibts-noch-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freeonlinetranslators.net\/news\/germany\/corona-lockdown-so-viel-bewegung-gibts-noch-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Corona-Lockdown: So viel Bewegung gibt&#8217;s noch in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Manche Deutsche halten die Schutzma\u00dfnahmen gegen Corona f\u00fcr \u00fcberzogen. Dabei ist die Bewegung von Menschen in anderen L\u00e4ndern viel st\u00e4rker eingeschr\u00e4nkt, das belegt der internationale Datenvergleich.  <\/p>\n<p>&quot;Unangemessen&quot;, &quot;vollkommen \u00fcbertrieben&quot;, &quot;unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig&quot; - die Ma\u00dfnahmen von Bund und L\u00e4ndern gegen das Coronavirus werden teils heftig kritisiert. In der Tat greifen die Regelungen weit in die pers\u00f6nlichen Freiheiten der Menschen ein. Und sie sind durchaus diskussionsw\u00fcrdig. Etwa wenn Polizisten meinen, dass das Lesen eines Buches auf einer Bank oder das Picknicken auf einer Wiese gegen die Regeln verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Wie wenig oder wie viel Menschen sich in verschiedenen L\u00e4ndern noch bewegen d\u00fcrfen, zeigen Daten aus ganz verschiedenen Quellen \u2013 etwa vom Navigationsanbieter TomTom, von Google oder von Mobilfunknetzbetreibern.<\/p>\n<p>Die SPIEGEL-Analyse zeigt: Die Deutschen sind bei den Ausgangsbeschr\u00e4nkungen trotz allem noch vergleichsweise gut bedient. In Italien, Spanien und \u00d6sterreich gehen die Restriktionen viel weiter - und mittlerweile auch in Gro\u00dfbritannien und den USA.<\/p>\n<p>In Spanien beispielsweise d\u00fcrfen Menschen ihr Haus nur noch zum Einkaufen verlassen. Joggen oder Spazierengehen sind verboten. Paris hat gerade die Vorschriften noch einmal versch\u00e4rft - Sport im Freien ist dort zwischen 10 und 19 Uhr nicht mehr erlaubt.<\/p>\n<p>Zuerst ein Blick auf die Stra\u00dfen: Wie viele Autos sind in Deutschland derzeit unterwegs im Vergleich zur 4. Kalenderwoche dieses Jahres - also der Zeit vor der Coronakrise hierzulande?<\/p>\n<p>Folgendes Diagramm zeigt die Entwicklung der Verkehrsdichte in den St\u00e4dten Berlin, Hamburg, K\u00f6ln und M\u00fcnchen. Der Verkehr hat um etwa 40 Prozent abgenommen - in M\u00fcnchen liegt der R\u00fcckgang sogar bei mehr als 50 Prozent.<\/p>\n<p>Die Werte aus anderen europ\u00e4ischen Metropolen sehen ganz anders aus: Madrid, Mailand, Bergamo, Paris \u2013 hier betr\u00e4gt das Minus 80 oder 90 Prozent. Kein Wunder: Gelten in diesen L\u00e4ndern doch viel strengere Ausgangssperren. Selbst in London ist der R\u00fcckgang mittlerweile gr\u00f6\u00dfer als in deutschen Metropolen.<\/p>\n<p>Wie das Social Distancing die Mobilit\u00e4t in Deutschland generell reduziert hat, zeigen Datens\u00e4tze von Mobilfunkanbietern. Forscher der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin haben die Bewegungsprofile von Telekom- und Telef\u00f3nica-Kunden anonymisiert ausgewertet.<\/p>\n<p>Als Bewegung wurde dabei gez\u00e4hlt, wenn ein Mobiltelefon eine Funkzelle verl\u00e4sst und sp\u00e4ter f\u00fcr mindestens 15 Minuten die neue Position nicht mehr \u00e4ndert. Wie sich Menschen dabei bewegen, ob zu Fu\u00df, mit der Bahn oder mit dem Auto, spielt keine Rolle.<\/p>\n<p>Die Gesamtzahl der Bewegungen ist \u00fcber die vergangenen Wochen deutlich zur\u00fcckgegangen, wie folgendes Diagramm zeigt:<\/p>\n<p>Interessant ist auch der Blick auf regionale Unterschiede. In der 12. Kalenderwoche (16. bis 22. M\u00e4rz)waren die Bewegungen deutschlandweit bereits um 15 bis 25 Prozent gesunken. Die st\u00e4rksten R\u00fcckg\u00e4nge waren in S\u00fcdbayern zu beobachten.<\/p>\n<p>Zwei Wochen sp\u00e4ter, in der Woche vom 30. M\u00e4rz bis 5. April, betrug das Minus vielerorts 30 bis 40 Prozent. Vor allem Bayern, wo die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen noch strenger sind als in den meisten anderen Bundesl\u00e4ndern, sticht mit dunkleren Farben hervor.<\/p>\n<p>Einen zumindest groben weltweiten Vergleich \u00fcber die Mobilit\u00e4ts\u00e4nderungen von Menschen erm\u00f6glichen Daten von Handy-Besitzern, die Google vor wenigen Tagen ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Google hat dabei gez\u00e4hlt, wie oft bestimmte Orte von Menschen frequentiert werden, etwa Parks, Bahnh\u00f6fe, das eigene Zuhause oder der Arbeitsplatz. Dies ist m\u00f6glich, weil viele Handybesitzer Google das Tracken ihres Handys erlauben - und anonymisierte Auswertungen.<\/p>\n<p>Google hat dann die Zahl der Besuche an diesen Orten ins Verh\u00e4ltnis gesetzt zu Durchschnittswerten aus der Vergangenheit. Dabei werden auch Unterschiede zwischen Wochentagen ber\u00fccksichtigt. Auch die Google-Daten dokumentieren die Corona-Krise auf eindr\u00fcckliche Weise.<\/p>\n<p>Folgendes Diagramm zeigt die Pr\u00e4senz am Arbeitsplatz - gemessen in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und den USA. Die rote Linie steht f\u00fcr Deutschland. Hierzulande lag der R\u00fcckgang an Wochentagen Ende M\u00e4rz bei etwa 35 Prozent. Mit der Maus beziehungsweise mit dem Finger k\u00f6nnen Sie sich Details der anderen L\u00e4nder anzeigen lassen, indem sie die Linien ber\u00fchren.<\/p>\n<p>In Italien, wo nur noch unbedingt ben\u00f6tigte Betriebe arbeiten d\u00fcrfen, lag das Minus bei 60 Prozent und mehr. \u00c4hnliche R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Spanien und \u00d6sterreich. Auch Gro\u00dfbritannien, das erst mit Versp\u00e4tung auf die Corona-Infektionen reagiert hat, liegt mittlerweile mit einem Minus von fast 60 Prozent deutlich unterhalb von Deutschland.<\/p>\n<p>Google hat auch die Besuche von Menschen auf Bahnh\u00f6fen, in Parks und in Lebensmittelgesch\u00e4ften und Apotheken ausgewertet. Die prozentualen R\u00fcckg\u00e4nge sind in folgendem Diagramm visualisiert - f\u00fcr Freitag, den 27. M\u00e4rz:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche Deutsche halten die Schutzma\u00dfnahmen gegen Corona f\u00fcr \u00fcberzogen. 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